über mich

Ich habe es schon immer geliebt zu kochen und zu backen!

Deshalb habe ich schon als ich 10 Jahre alt war damit angefangen, die doch eher langweiligen Fertigmischung-Schokomuffins in Oreo-Pandas zu verwandeln. Meine Liebe zur Schokolade ist seitdem geblieben - ihr könnt euch also mein Entsetzen vorstellen, als ich erfahren habe, dass ich die geliebte dunkle Schokolade wegen meiner Histaminintoleranz aus meinem Speiseplan streichen musste. Aber Gott sei Dank haben mir Kürbis, Pfirsich und Datteln (mit Abstand meine liebste Süßigkeit!) über meinen Schoko-Schmerz hinweggeholfen.

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Meine Unverträglichkeiten:

Als ich vor drei Jahren von einem Auslandsaufenthalt in England zurückkehrte, bemerkte ich, dass ich immer öfter Bauchschmerzen und Magenkrämpfe hatte. Zunächst nahm ich das nicht wirklich ernst, aber irgendwann fiel mir auf, dass die Bauchschmerzen vor allem nach dem Essen auftraten. Ich versuchte herauszufinden, auf welche Lebensmittel ich so empfindlich reagierte und führte über einige Monate sogar ein Essens-Tagebuch. Doch nachdem ich eine Zeit lang auf Lactose, eine Zeit lang auf Fructose und eine Zeit lang auf Zwiebeln verzichtet hatte, verzweifelte ich irgendwann an dem Gefühl, nach jeder Mahlzeit – egal was ich gegessen hatte – an immer stärkeren Bauchschmerzen zu leiden. Mit der Zeit kamen außerdem Schlafstörungen, Erschöpfung, Müdigkeit und eine dauerhaft verstopfte Nase hinzu. Keines dieser Symptome verknüpfte ich zunächst mit meinen Bauchschmerzen, sondern schob sie eher auf den Schulstress. Nach fast einem Jahr der Essens-Experimente wurde dann bei mir ein Leaky-Gut-Syndrom, also ein durchlässiger Darm diagnostiziert. Das bedeutet, dass mein Darm stark gereizt und entzündet war. Durch seine geschädigte Schutzbarriere konnten unverdaute Nahrungsbestandteile in mein Blut gelangen, sodass sich bei mir eine Gluten und Kasein (Milchprotein)-Unverträglichkeit entwickelt hatten. Zusätzlich wurde bei mir eine zu geringe Aktivität des Histamin abbauenden Enzyms Diaminoxidase festgestellt, weshalb mir meine Ärztin dazu riet, nicht nur auf Gluten und Milch, sondern auch auf Histamin zu verzichten.

Meine Rezepte:

Natürlich war ich sehr erleichtert, die Ursache meiner immer wiederkehrenden Bauchschmerzen gefunden zu haben und zu erfahren, dass sich durch eine Ernährungsumstellung gleichzeitig meine anderen Symptome behandeln ließen. Doch obwohl mir zu diesem Zeitpunkt Gluten schon ein Begriff war, hörte ich von Histamin und Kasein zum ersten Mal. Somit war ich zunächst ziemlich überfordert, da ich mir erst einmal einen Überblick darüber verschaffen musste, in welchen Lebensmitteln diese Stoffe überhaupt enthalten sind. Besonders das Histamin war eine echte Herausforderung, weil es in so vielen kleingedruckten Zusatzstoffen versteckt ist und ich es deshalb häufig noch aus Versehen verzehrte. Nachdem ich mir nach einigen Wochen einen möglichst großen Überblick verschafft hatte, kam dann das nächste Problem: die Liste der unverträglichen Lebensmittel wurde immer länger und Rezepte, die auf alle drei Unverträglichkeiten Rücksicht nahmen, waren kaum zu finden. Besonders im Schulalltag fehlte es mir und meiner Familie deshalb an ausreichenden Ideen. Aber schon bald lernte ich, dass mir die Liste der unverträglichen Lebensmittel nicht wirklich weiterhalf. Stattdessen erstellte ich eine Liste aller verträglichen Produkte und griff im Supermarkt einfach nach allem, was auf dieser Liste stand. Aus diesen Lebensmitteln kreierte ich dann zu Hause leckere, abwechslungsreiche und einfache Rezepte.

Meine Motivation:

Auf diese Weise gewöhnte ich mich ziemlich schnell an meinen neuen Speiseplan und entwickelte im Laufe der Zeit auch ein immer besseres Verständnis dafür, durch was für Lebensmittel sich Unverträgliches wie Tomaten, Joghurt oder Weizenmehl ersetzen lassen. Ich muss zugeben, dass ich meine Unverträglichkeiten außerhalb von zu Hause immer noch als Einschränkung empfinde und es gerade auf Reisen oder im Restaurant wirklich schwer ist, etwas Passendes zu Essen zu finden. Aber meine größte Motivation, diese spezielle Diät durchzuhalten, war und ist bis jetzt mein Gesundheitszustand, der sich schon nach einigen Wochen der Ernährungsumstellung deutlich verbesserte! Meine Bauchschmerzen wurden immer seltener, ich hatte auf einmal doppelt so viel Energie wie vorher, fühlte mich leistungsfähiger, entspannter und schlief deutlich besser.

Ein weiterer Vorteil meiner Ernährungsumstellung war, dass ich viele neue Zutaten entdeckte, denen ich zuvor kaum Beachtung geschenkt hatte. Zwar hatte ich schon vor meinen Unverträglichkeiten gerne mit Gewürzen und weniger beliebten Gemüsesorten wie Fenchel experimentiert, aber im Laufe des letzten Jahres entdeckte ich z.B. eine Vielfalt an Kräutern, Grundnahrungsmittel wie Hirse und Haferflocken und getrocknete Früchte wie Cranberries, Aprikosen oder Datteln ganz neu für mich.

Somit hoffe ich, mit dieser Website genau die Hilfe zu bieten, die ich mir nach der Feststellung meiner Unverträglichkeiten gewünscht hätte. Von Frühstück bis Nachtisch ist für jeden – ob mit oder ohne Unverträglichkeiten - ein leckeres, buntes Rezept dabei.

Bevor du anfängst zu kochen - gerade wenn du dir noch nicht 100%ig sicher bist, welche Lebensmittel du verträgst - rate ich dir, einen Blick auf meine Zutatenliste zu werfen